Nordamerikanebel NGC 7000

Der Nordamerikanebel NGC 7000 und der benachbarte markante
Pelikannebel IC 5070 sind zwei im Sternbild Schwan am Sommerhimmel
gelegene bekannte großflächige Emissionsnebel (H II-Gebiete). Auch hier
wird die Materie der beiden Nebel durch die Anwesenheit benachbarter
junger heißer Sterne zum Leuchten vorzugsweise im roten Licht des
ionisierten Wasserstoffes angeregt. Die Entfernung von NGC 7000 ist
vergleichsweise schwierig zu bestimmen, liegt aber bei ca. 2500 Lj.. IC
5070 befindet sich in ca. 1800 Lj. Entfernung von der Erde.
Beide Objekte sollten vorzugsweise mittels eine Teleoptik o. ä. fotografiert
werden (siehe auch hier), wobei die Aufnahmebrennweite nicht zu groß gewählt werden
sollte, damit beide Nebel noch auf das Bildfeld passen. Im Gebiet von
„Mexico“ innerhalb des Nordamerikanebels lässt sich ein langgestrecktes
Dunkelwolkengebiet erkennen, welches an eine große Mauer erinnert,
weshalb sie auch unter der Bezeichnung „Great Wall“ bekannt ist.

Aufgenommen wurden 63 Bilder mit je 180 sec. Belichtung bei  ISO 800.

Gesamtbelichtungszeit beträgt 3.1 Stunden.

15 Darks, 30 Flats und 30 Biasframes wurden zur Bildkalibrierung aufgenommen.

Verwendete Ausrüstung

 

Montierung: SkyWatcher NEQ6

Objektiv: Tamron-Telezoom 70 – 300 mm F 4-5.5 bei ca. 240 mm Brennweite

Kamera: Canon 700D astromodifiziert

Filter: —–

Guiding: Lacerta MGEN Autoguider

Bildbearbeitung: DSS, Fitswork und Gimp

 

Aufgenommen von Stefan Brandt

 

 

Sturmvogel NGC 6960

 

 

 

Verwendete Ausrüstung

 

Montierung: Sky Watcher AZ-EQ6

Teleskop: TS UNC Newton 8“ f4

Korrektor: GPU Newton Koma Korrektor

Kamera: Canon 500D astromodifiziert

Filter: —-

Guiding: —-

Bildbearbeitung: DSS, Fitswork, Gimp

 

 

Aufgenommen von Florian Pieper

IC 59, IC 63 und der Stern Gamma Cas

 

Die beiden galaktischen Nebel IC 59 und der an einen Fuchskopf erinnernde IC 63 befinden sich nahe des
hellen Sterns Gamma Cassiopeiae, der zugleich für deren Leuchten
verantwortlich ist. Dort, wo die Strahlungsenergie des Sternes intensiv
genug ist wird das Gas der Nebelmaterie zu eigenem Leuchten in rotem
Licht angeregt (Emissionsnebel). In etwas weiterem Abstand reicht die
Strahlungsenergie nur noch dazu aus, das Sternenlicht am interstellaren
Gas in bläulicher Farbe zu reflektieren (Reflektionsnebel). Beide Arten
galaktischer Nebel wirken hier eindrucksvoll zusammen. Die beiden
Objekte sind wegen der Nähe des hellen Sternes Gamma Cas schwierig zu
fotografieren, da – wie hier auch – sehr leicht störende Lichtreflexe
auftreten können, die die Bildbearbeitung deutlich erschweren. Diese
Aufnahme entstand in der Nacht vom 13. auf den 14.08.2015 von meinem
Garten am Stadtrand Kiel aus, wobei der Himmel standortbedingt
erstaunlich transparent und die Taubelastung moderat war, so dass die
Optik nicht beschlug, eine Ausnahmesituation, die man ausnutzen musste.

 

Es wurden 22 Bilder mit je 6 min. Belichtung bei ISO 800 aufgenommen.

Gesamtbelichtungszeit beträgt 2,2 Stunden.

Zur Bildkalibrierung wurden 10 Darks, 25 Flats und 25 Bias Bilder aufgenommen.

 

Verwendete Ausrüstung

 

Montierung: SkyWatcher EQ6

Teleskop: SkyWatcher Newton 8″ f5

Korrektor: TS Optics Newton Koma Korrektor

Kamera: Canon 1100D astromodifiziert

Filter: Astronomik CLS Clipfilter

Guiding: Lacerta MGEN Autoguider

Bildbearbeitung: DSS, Fitswork und Gimp

 

Aufgenommen von Stefan Brandt