Lagunennebel M8

Der berühmte Lagunennebel M8 befindet sich in einer Entfernung von ca.
5200 Lichtjahren und hat einen wahren Durchmesser von ungefähr 140 x 60 Lichtjahre.

In ihn eingebettet befindet sich der offene Sternhaufen NGC 6530, dessen junge und sehr
heiße Sterne den Nebel zum eigenen Leuchten im typischen roten Licht
des ionisierten Wasserstoffs (H II) anregen. Die ganze Region ist überdies ein aktives Sternentstehungsgebiet.

Am Bildrand links unten in südwestlicher Richtung ist noch der relativ lockere Kugelsternhaufen
NGC 6544 zu erkennen.

Die Aufnahme entstand unter extrem schwierigen Bedingungen vom Balkon meine Kieler Stadtwohnung aus, wobei zwischen dem Auftauchen des Objektes an meiner
Hauswand in südlicher Richtung und seinem Verschwinden am
Südwesthorizont mit dort vorhandener Wohnbebauung nur ein extrem kurzes
Zeitfenster zur Verfügung stand, was eine präzise Aufnahmeplanung
verlangte. . Am Himmel entspricht dies ungefähr einer scheinbaren
Fläche von drei bis vier Vollmonddurchmessern.

 

Aufgenommen wurden 32 Bilder welche 180 sec belichtet wurden bei ISO 800.

Gesammtbelichtungszeit: 1,6 Stunden

10 Darks, 30 Flats, 20 Biasframes wurden zur Bildkalibrierung aufgenommen.

 

Verwendete Ausrüstung

 

Montierung: SkyWatcher EQ5 Synta

Teleskop: SkyWatcher Newton-Reflektor 130/650 mm PDS

Korrektor: TS Optics Newton Koma Korrektor

Kamera: Canon 1100D astromodifiziert

Filter: Astronomik CLS Clipfilter

Guiding: Lacerta MGEN Autoguider

Bildbearbeitung: DSS, Fitswork und Gimp

 

Aufgenommen von Stefan Brandt

Emissionsnebel IC 1396, Elefantenrüsselnebel IC 1396A

 

Der Elefantenrüsselnebel, auch bekannt unter der Katalogbezeichnung IC 1396A, ist eine hell berandete Globule, also eine Ansammlung von interstellarem Gas und Staub, im Sternbild Kepheus. Die Globule gehört zu IC 1396, einem H-II Gebiet mit eingebettetem Sternhaufen, und ist etwa 2400 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Der ganze Nebel ist ein Emissionsnebel der eine große Anzahl an Gas und Staubwolken beherbergt. Dieses Gebiet ist ein aktives Sternentstehungsgebiet.

 

Diesen riesigen Nebelkomplex konnte ich am 09.09.2016, in einer herrlichen klaren Nacht mit exzellenten Seeing, auf einem Feld bei Heidkarte ablichten. Die Milchstraße zeigte sich so klar Sichtbar, wie ich sie selten in unseren Nördlichen Gefilden gesehen habe. Die Andromedagalaxie war mit bloßen Auge erkennbar. Selbst die dunklen Nebel- (Staub) Felder unserer Galaxie (Milchstraße) waren zu erkennen. An diesem Anblick konnte ich mich nicht satt sehen und so blieb ich bis zum Morgengrauen wach und bewunderte den Himmel 🙂

Die Ausrüstung sammelte in der Nacht 34 Einzelbilder von IC 1396. Jedes Einzelbild wurde 10min belichtet bei ISO 400.

Gesamtbeichtungszeit beträgt 5,6 Stunden.

Zur Bildkalibrierung wurden 20 Darks, 30 Flats und 30 Bias Bilder aufgenommen.

 

Verwendete Ausrüstung

 

Montierung: Sky Watcher AZ-EQ6

Teleskop: TS UNC Newton 8“ f4

Korrektor: GPU Newton Koma Korrektor

Kamera: Canon 6D astromodifiziert

Filter: Hutech IDAS LPS P2

Guiding: Lacerta MGEN Autoguider

Bildbearbeitung: DSS, Regim, Fitswork, Photoshop

 

Aufgenommen von Florian Pieper

 

Nordamerikanebel NGC 7000

Der Nordamerikanebel NGC 7000 und der benachbarte markante
Pelikannebel IC 5070 sind zwei im Sternbild Schwan am Sommerhimmel
gelegene bekannte großflächige Emissionsnebel (H II-Gebiete). Auch hier
wird die Materie der beiden Nebel durch die Anwesenheit benachbarter
junger heißer Sterne zum Leuchten vorzugsweise im roten Licht des
ionisierten Wasserstoffes angeregt. Die Entfernung von NGC 7000 ist
vergleichsweise schwierig zu bestimmen, liegt aber bei ca. 2500 Lj.. IC
5070 befindet sich in ca. 1800 Lj. Entfernung von der Erde.
Beide Objekte sollten vorzugsweise mittels eine Teleoptik o. ä. fotografiert
werden (siehe auch hier), wobei die Aufnahmebrennweite nicht zu groß gewählt werden
sollte, damit beide Nebel noch auf das Bildfeld passen. Im Gebiet von
„Mexico“ innerhalb des Nordamerikanebels lässt sich ein langgestrecktes
Dunkelwolkengebiet erkennen, welches an eine große Mauer erinnert,
weshalb sie auch unter der Bezeichnung „Great Wall“ bekannt ist.

Aufgenommen wurden 63 Bilder mit je 180 sec. Belichtung bei  ISO 800.

Gesamtbelichtungszeit beträgt 3.1 Stunden.

15 Darks, 30 Flats und 30 Biasframes wurden zur Bildkalibrierung aufgenommen.

Verwendete Ausrüstung

 

Montierung: SkyWatcher NEQ6

Objektiv: Tamron-Telezoom 70 – 300 mm F 4-5.5 bei ca. 240 mm Brennweite

Kamera: Canon 700D astromodifiziert

Filter: —–

Guiding: Lacerta MGEN Autoguider

Bildbearbeitung: DSS, Fitswork und Gimp

 

Aufgenommen von Stefan Brandt

 

 

Sturmvogel NGC 6960

 

 

 

Verwendete Ausrüstung

 

Montierung: Sky Watcher AZ-EQ6

Teleskop: TS UNC Newton 8“ f4

Korrektor: GPU Newton Koma Korrektor

Kamera: Canon 500D astromodifiziert

Filter: —-

Guiding: —-

Bildbearbeitung: DSS, Fitswork, Gimp

 

 

Aufgenommen von Florian Pieper

IC 59, IC 63 und der Stern Gamma Cas

 

Die beiden galaktischen Nebel IC 59 und der an einen Fuchskopf erinnernde IC 63 befinden sich nahe des
hellen Sterns Gamma Cassiopeiae, der zugleich für deren Leuchten
verantwortlich ist. Dort, wo die Strahlungsenergie des Sternes intensiv
genug ist wird das Gas der Nebelmaterie zu eigenem Leuchten in rotem
Licht angeregt (Emissionsnebel). In etwas weiterem Abstand reicht die
Strahlungsenergie nur noch dazu aus, das Sternenlicht am interstellaren
Gas in bläulicher Farbe zu reflektieren (Reflektionsnebel). Beide Arten
galaktischer Nebel wirken hier eindrucksvoll zusammen. Die beiden
Objekte sind wegen der Nähe des hellen Sternes Gamma Cas schwierig zu
fotografieren, da – wie hier auch – sehr leicht störende Lichtreflexe
auftreten können, die die Bildbearbeitung deutlich erschweren. Diese
Aufnahme entstand in der Nacht vom 13. auf den 14.08.2015 von meinem
Garten am Stadtrand Kiel aus, wobei der Himmel standortbedingt
erstaunlich transparent und die Taubelastung moderat war, so dass die
Optik nicht beschlug, eine Ausnahmesituation, die man ausnutzen musste.

 

Es wurden 22 Bilder mit je 6 min. Belichtung bei ISO 800 aufgenommen.

Gesamtbelichtungszeit beträgt 2,2 Stunden.

Zur Bildkalibrierung wurden 10 Darks, 25 Flats und 25 Bias Bilder aufgenommen.

 

Verwendete Ausrüstung

 

Montierung: SkyWatcher EQ6

Teleskop: SkyWatcher Newton 8″ f5

Korrektor: TS Optics Newton Koma Korrektor

Kamera: Canon 1100D astromodifiziert

Filter: Astronomik CLS Clipfilter

Guiding: Lacerta MGEN Autoguider

Bildbearbeitung: DSS, Fitswork und Gimp

 

Aufgenommen von Stefan Brandt