Nördlicher Trifid-Nebel NGC 1579

 

 

 

 

 

NGC 1579 liegt ca. 2600 Lichtjahre entfernt im Sternbild Perseus und hat eine geschätzte Ausdehnung von ca. 3 Lichtjahren.

Der Nebel ähnelt dem weiter südlich gelegenen Trifid-Nebel weshalb er auch als Nördlicher Trifid-Nebel bezeichnet wird.

NGC 1579 ist ein reiner Reflexionsnebel, der das Sternenlicht der unterschiedlich farbigen Sterne streut und reflektiert.

Um den Nebel herum befinden sich auch interessant geformte Dunkelnebel in denen Sterne entstehen.

 

Da ich über die Feiertage die Familie besuchte, nahm ich meine gesamte Ausrüstung mit und hoffte, von diesem doch sehr dunklen Kleinstadthimmel noch einmal Licht von weit entfernten Objekten sammeln zu können.

In den letzten beiden Nächten vom Jahr 2016 (29.12.-30.12. und 30.12.-31.12.) meinte es Petrus noch ein mal gut und ich konnte das Jahr erfolgreich, mit sehr vielen Bilden von diesem Nebel abschließen 🙂

Die Nächte blieben schön klar, es wurde teilweise -6 Grad kalt und die Silvesterraketen blieben größten teils auch noch am Boden.

So konnte ich in den beiden Nächten 139 brauchbare Bilder sammeln.

Jedes Einzelbild wurde 6min bei ISO 800 belichtet.

Gesamtbelichtungszeit beträgt ca.14 Stunden.

Zur Bildkalibrierung wurden 100 Flats, 100 Bias und 30 Darks aufgenommen.

 

Verwendete Ausrüstung

 

Montierung: Sky Watcher AZ-EQ6

Teleskop: Lacerta (Newton ohne Namen) 8“ f4

OAZ Schrittmotor: Lacerta Motorfokus

Korrektor: Lacerta/GPU Newton Koma Korrektor

Kamera: Canon 6D astromodifiziert

Filter: —-

Guiding: Lacerta MGEN Autoguider

Bildbearbeitung: DSS, Regim, Fitswork, Photoshop

 

Aufgenommen von Florian Pieper

Wizard-Nebel NGC 7380

 

 

 

 

 

Der Wizard- oder auch Zauberernebel NGC 7380 ist ein eindrucksvolles
Beispiel eines galaktischen Emissionsnebels, wie sie zahlreich auch in
den Spiralarmen unseres heimatlichen Milchstraßensystems beobachtet
werden können. In den Nebel eingebettet befindet sich ein offener Haufen
junger heißer Sterne, die diesen zu eigenem Leuchten, vorzugsweise im
roten Licht des ionisierten Wasserstoffes (H II), anregen. NGC 7380 ist
überdies ein Gebiet aktiver Sternentstehung. Phantasiebegabte Beobachter
mögen in der Nebelstruktur das Gesicht eines Zauberers oder
Hexenmeisters erkennen, was NGC 7380 auch zu seiner eigentümlichen
Bezeichnung verhalf. Die dunklen, girlandenförmigen Strukturen innerhalb
des Nebels entstehen durch den UV-Strahlungsdruck der hier vorhandenen
jungen und sehr heißen Haufensterne. Der Wizardnebel ist im Sternbild
Kepheus mitten in der Milchstraße gelegen, befindet sich in einer
Entfernung von ca. 7000 Lichtjahren (Lj.) und besitzt einen wahren
Durchmesser von rund. 100 Lj.

Aufgenommen wurden 15 Bilder, welche  8 min. bei ISO 400 aufgenommen wurden.

Gesamtbelichtung beträgt 2 Stunden.

Zur Bildkalibrierung wurden 10 Darks, 20 Flats und 20 Biasframes aufgenommen.

Verwendete Ausrüstung

 

Montierung: SkyWatcher NEQ6

Teleskop: SkyWatcher Newton 8″ f5

Korrektor: TS Optics Newton Koma Korrektor

Kamera: Canon 1100D astromodifiziert

Filter: Astronomik CLS Clipfilter

Guiding: Lacerta MGEN Autoguider

Bildbearbeitung: DSS, Fitswork und Gimp

 

Aufgenommen von Stefan Brandt

M78, NGC 2112 mit Barnard´s Loop

M78 ist ein Nebel im Sternbild von Orion und ist ca. 1600 Lichtjahre entfernt. Es ist ein Reflexionsnebel.

Ebenfalls in diesen staubigen Gebiet sind die Reflexionsnebel NGC 2064, NGC 2067 und NGC 2071 enthalten.

 

NGC 2112 ist ein offener Sternhaufen im östlichen Teil des Sternbildes Orion und ca. 2700 Lichtjahre entfernt.

Barnard’s Loop ist ein großer Emissionsnebel im Sternbild Orion.

Der Nebel hat die Form einer ausgedehnten, aber lichtschwachen Schleife und ist ca. 1600 Lichtjahre entfernt.

Sein Durchmesser wird auf ca. 300 Lichtjahre geschätzt.

 

Am 27.11.-28.11. und am 02.12.2016 habe ich mit den neuen Newton auf M78 gehalten.

In allen 3 Nächten waren die Bedingungen nicht optimal.

Am 27.11. war es sehr windig und ab 01.00 Uhr morgens zogen Wolken auf.

Am 28.11. war das Seeing so lala.

Am 02.12. lief dann die ganze Nacht dieser blöde Sky Beamer vom Atrium.

Der ständig durch mein Aufnahmefeld wandernde Lichtkegel hinterließ heftigste Farb- und Helligkeitsgradienten auf den einzelnen Rohbilden 🙁

Zum Glück hat mein Filter dies mindern können. Ohne Filter hätte ich alle Bilder löschen müssen.

So sind 191 Bilder einstanden welche ich wie immer von meinen Balkon 5min bei ISO 400 belichtet habe.

Gesamtbelichtungszeit beträgt 15,5 Stunden

Zur Bildkalibrierung wurden 60 Darks sowie 100 Flat und Bias Bilder aufgenommen.

 

Verwendete Ausrüstung

 

Montierung: Sky Watcher AZ-EQ6

Teleskop: Lacerta (Newton ohne Namen) 8“ f4

OAZ Schrittmotor: Lacerta Motorfokus

Korrektor: Lacerta/GPU Newton Koma Korrektor

Kamera: Canon 6D astromodifiziert

Filter: Hutech IDAS LPS P2

Guiding: Lacerta MGEN Autoguider

Bildbearbeitung: DSS, Regim, Fitswork, Photoshop

 

Aufgenommen von Florian Pieper

Pacman-Nebel NGC 281

NGC 281 ist ein Emissionsnebel im Sternbild Kassiopeia. Dieser Nebel ist rund 9500 Lichtjahre von der Erde entfernt.

In NGC 281 ist der offene Sternhaufen IC 1590 eingebettet.

Der hellste Stern von IC 1590, das Mehrfachsternsystem HD 5005, ist die ionisierende Quelle des Nebels.

 

Ich konnte in 2 Nächten (30.08.2016, 05.09.2016) jeweils die erste Nachthälfte nutzen, um Daten von diesen Nebel zu sammeln. Bis ca. 1 Uhr Morgens fiel das Licht dieses Nebels auf den Kamerachip, bevor er hinter der Dachkante verschwand. In der zweiten Nachthälfte lichtete ich dann die Plejaden ab.

Es sind 48 Einzelbilder zusammen gekommen, wobei jedes Einzelbild 5min belichtet wurde

bei ISO 400.

Gesamtbelichtungszeit beträgt 4 Stunden.

Zur Bildkaliprierung wurden jeweils 40 Darks, Flats und Bias Bilder aufgenommen.

 

Verwendete Ausrüstung

 

Montierung: Sky Watcher AZ-EQ6

Teleskop: TS UNC Newton 8“ f4

Korrektor: GPU Newton Koma Korrektor

Kamera: Canon 6D astromodifiziert

Filter: Hutech IDAS LPS P2

Guiding: Lacerta MGEN Autoguider

Bildbearbeitung: DSS, Regim, Fitswork, Photoshop

 

 

Aufgenommen von Florian Pieper

Kokon-Nebel IC 5146

IC 5146, auch Kokon-Nebel genannt, ist ein kleiner aber markanter Gasnebel mit
eingebettetem offenen Haufen junger, heißer Sterne im Sternbild Schwan.

IC 5146 ist ungefähr 3000 Lichtjahre Lichtjahre von der Erde entfernt. Der wahre
Durchmesser beläuft sich dem entsprechend auf ungefähr 10 Lichtjahre. Der Nebel
befindet sich in der schlauchförmigen Dunkelwolke Barnard 168, von der
man auf dieser Aufnahme den östlichsten rundlichen Teil erkennt, der den
Kokon-Nebel optisch direkt umschließt. Der Strahlungsdruck der im
Inneren von IC 5146 gelegenen jungen heißen Sterne höhlt nach und nach
den Nebel aus, was zur Entstehung der interessanten dunklen Strukturen
im Objekt selbst führt.

Aufnahmeort: Kleingarten Stadtrand Kiel bei durchschnittlichem Vorstadthimmel.

 

Aufgenommen wurden 21 Bilder welche 600 sec. belichtet wurden. ISO 400.

Gesammtbelichtungszeit beträgt 3,5 Stunden.
Zur Bildkalibrierung wurden 10 Darks, 40 Flats, 20 Biasframes aufgenommen.

 

Verwendete Ausrüstung

 

Montierung: SkyWatcher EQ6

Teleskop: SkyWatcher Newton 8″ f5

Korrektor: TS Optics Newton Koma Korrektor

Kamera: Canon 700D astromodifiziert

Filter: Astronomik CLS Clipfilter

Guiding: Lacerta MGEN Autoguider

Bildbearbeitung: DSS, Fitswork und Gimp

 

Aufgenommen von Stefan Brandt

Lagunennebel M8

Der berühmte Lagunennebel M8 befindet sich in einer Entfernung von ca.
5200 Lichtjahren und hat einen wahren Durchmesser von ungefähr 140 x 60 Lichtjahre.

In ihn eingebettet befindet sich der offene Sternhaufen NGC 6530, dessen junge und sehr
heiße Sterne den Nebel zum eigenen Leuchten im typischen roten Licht
des ionisierten Wasserstoffs (H II) anregen. Die ganze Region ist überdies ein aktives Sternentstehungsgebiet.

Am Bildrand links unten in südwestlicher Richtung ist noch der relativ lockere Kugelsternhaufen
NGC 6544 zu erkennen.

Die Aufnahme entstand unter extrem schwierigen Bedingungen vom Balkon meine Kieler Stadtwohnung aus, wobei zwischen dem Auftauchen des Objektes an meiner
Hauswand in südlicher Richtung und seinem Verschwinden am
Südwesthorizont mit dort vorhandener Wohnbebauung nur ein extrem kurzes
Zeitfenster zur Verfügung stand, was eine präzise Aufnahmeplanung
verlangte. . Am Himmel entspricht dies ungefähr einer scheinbaren
Fläche von drei bis vier Vollmonddurchmessern.

 

Aufgenommen wurden 32 Bilder welche 180 sec belichtet wurden bei ISO 800.

Gesammtbelichtungszeit: 1,6 Stunden

10 Darks, 30 Flats, 20 Biasframes wurden zur Bildkalibrierung aufgenommen.

 

Verwendete Ausrüstung

 

Montierung: SkyWatcher EQ5 Synta

Teleskop: SkyWatcher Newton-Reflektor 130/650 mm PDS

Korrektor: TS Optics Newton Koma Korrektor

Kamera: Canon 1100D astromodifiziert

Filter: Astronomik CLS Clipfilter

Guiding: Lacerta MGEN Autoguider

Bildbearbeitung: DSS, Fitswork und Gimp

 

Aufgenommen von Stefan Brandt

Emissionsnebel IC 1396, Elefantenrüsselnebel IC 1396A

 

Der Elefantenrüsselnebel, auch bekannt unter der Katalogbezeichnung IC 1396A, ist eine hell berandete Globule, also eine Ansammlung von interstellarem Gas und Staub, im Sternbild Kepheus. Die Globule gehört zu IC 1396, einem H-II Gebiet mit eingebettetem Sternhaufen, und ist etwa 2400 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Der ganze Nebel ist ein Emissionsnebel der eine große Anzahl an Gas und Staubwolken beherbergt. Dieses Gebiet ist ein aktives Sternentstehungsgebiet.

 

Diesen riesigen Nebelkomplex konnte ich am 09.09.2016, in einer herrlichen klaren Nacht mit exzellenten Seeing, auf einem Feld bei Heidkarte ablichten. Die Milchstraße zeigte sich so klar Sichtbar, wie ich sie selten in unseren Nördlichen Gefilden gesehen habe. Die Andromedagalaxie war mit bloßen Auge erkennbar. Selbst die dunklen Nebel- (Staub) Felder unserer Galaxie (Milchstraße) waren zu erkennen. An diesem Anblick konnte ich mich nicht satt sehen und so blieb ich bis zum Morgengrauen wach und bewunderte den Himmel 🙂

Die Ausrüstung sammelte in der Nacht 34 Einzelbilder von IC 1396. Jedes Einzelbild wurde 10min belichtet bei ISO 400.

Gesamtbeichtungszeit beträgt 5,6 Stunden.

Zur Bildkalibrierung wurden 20 Darks, 30 Flats und 30 Bias Bilder aufgenommen.

 

Verwendete Ausrüstung

 

Montierung: Sky Watcher AZ-EQ6

Teleskop: TS UNC Newton 8“ f4

Korrektor: GPU Newton Koma Korrektor

Kamera: Canon 6D astromodifiziert

Filter: Hutech IDAS LPS P2

Guiding: Lacerta MGEN Autoguider

Bildbearbeitung: DSS, Regim, Fitswork, Photoshop

 

Aufgenommen von Florian Pieper

 

Nordamerikanebel NGC 7000

Der Nordamerikanebel NGC 7000 und der benachbarte markante
Pelikannebel IC 5070 sind zwei im Sternbild Schwan am Sommerhimmel
gelegene bekannte großflächige Emissionsnebel (H II-Gebiete). Auch hier
wird die Materie der beiden Nebel durch die Anwesenheit benachbarter
junger heißer Sterne zum Leuchten vorzugsweise im roten Licht des
ionisierten Wasserstoffes angeregt. Die Entfernung von NGC 7000 ist
vergleichsweise schwierig zu bestimmen, liegt aber bei ca. 2500 Lj.. IC
5070 befindet sich in ca. 1800 Lj. Entfernung von der Erde.
Beide Objekte sollten vorzugsweise mittels eine Teleoptik o. ä. fotografiert
werden (siehe auch hier), wobei die Aufnahmebrennweite nicht zu groß gewählt werden
sollte, damit beide Nebel noch auf das Bildfeld passen. Im Gebiet von
„Mexico“ innerhalb des Nordamerikanebels lässt sich ein langgestrecktes
Dunkelwolkengebiet erkennen, welches an eine große Mauer erinnert,
weshalb sie auch unter der Bezeichnung „Great Wall“ bekannt ist.

Aufgenommen wurden 63 Bilder mit je 180 sec. Belichtung bei  ISO 800.

Gesamtbelichtungszeit beträgt 3.1 Stunden.

15 Darks, 30 Flats und 30 Biasframes wurden zur Bildkalibrierung aufgenommen.

Verwendete Ausrüstung

 

Montierung: SkyWatcher NEQ6

Objektiv: Tamron-Telezoom 70 – 300 mm F 4-5.5 bei ca. 240 mm Brennweite

Kamera: Canon 700D astromodifiziert

Filter: —–

Guiding: Lacerta MGEN Autoguider

Bildbearbeitung: DSS, Fitswork und Gimp

 

Aufgenommen von Stefan Brandt

 

 

Sturmvogel NGC 6960

 

 

 

Verwendete Ausrüstung

 

Montierung: Sky Watcher AZ-EQ6

Teleskop: TS UNC Newton 8“ f4

Korrektor: GPU Newton Koma Korrektor

Kamera: Canon 500D astromodifiziert

Filter: —-

Guiding: —-

Bildbearbeitung: DSS, Fitswork, Gimp

 

 

Aufgenommen von Florian Pieper

IC 59, IC 63 und der Stern Gamma Cas

 

Die beiden galaktischen Nebel IC 59 und der an einen Fuchskopf erinnernde IC 63 befinden sich nahe des
hellen Sterns Gamma Cassiopeiae, der zugleich für deren Leuchten
verantwortlich ist. Dort, wo die Strahlungsenergie des Sternes intensiv
genug ist wird das Gas der Nebelmaterie zu eigenem Leuchten in rotem
Licht angeregt (Emissionsnebel). In etwas weiterem Abstand reicht die
Strahlungsenergie nur noch dazu aus, das Sternenlicht am interstellaren
Gas in bläulicher Farbe zu reflektieren (Reflektionsnebel). Beide Arten
galaktischer Nebel wirken hier eindrucksvoll zusammen. Die beiden
Objekte sind wegen der Nähe des hellen Sternes Gamma Cas schwierig zu
fotografieren, da – wie hier auch – sehr leicht störende Lichtreflexe
auftreten können, die die Bildbearbeitung deutlich erschweren. Diese
Aufnahme entstand in der Nacht vom 13. auf den 14.08.2015 von meinem
Garten am Stadtrand Kiel aus, wobei der Himmel standortbedingt
erstaunlich transparent und die Taubelastung moderat war, so dass die
Optik nicht beschlug, eine Ausnahmesituation, die man ausnutzen musste.

 

Es wurden 22 Bilder mit je 6 min. Belichtung bei ISO 800 aufgenommen.

Gesamtbelichtungszeit beträgt 2,2 Stunden.

Zur Bildkalibrierung wurden 10 Darks, 25 Flats und 25 Bias Bilder aufgenommen.

 

Verwendete Ausrüstung

 

Montierung: SkyWatcher EQ6

Teleskop: SkyWatcher Newton 8″ f5

Korrektor: TS Optics Newton Koma Korrektor

Kamera: Canon 1100D astromodifiziert

Filter: Astronomik CLS Clipfilter

Guiding: Lacerta MGEN Autoguider

Bildbearbeitung: DSS, Fitswork und Gimp

 

Aufgenommen von Stefan Brandt