Helixnebel NGC 7293

„Der Sonnenblumen- oder Helixnebel NGC 7293 ist ein weiteres Beispiel
eines sogen. planetarischen Nebels, wie sie in unserem
Milchstraßensystem zahlreich vorkommen. Wegen der astrophysikalischen
Natur des Helixnebels vgl. auch die erläuternden Hinweise zum
Medusanebel in dieser Galerie. Dieses schöne Objekt ist ob seiner
auffälligen Form auch als das „Auge Gottes“ bekannt. Er befindet sich
von Kiel aus gesehen am Frühherbsthimmel im Sternbild Wassermann in
extrem südlicher Position, was ihn nur sehr geringe Horzonthöhen, selbst
bei Höchststellung im Süden, erreichen lässt. Obwohl eigentlich recht
hell nimmt er am Himmel aber eine vergleichsweise sehr große scheinbare
Fläche etwa von der halben Größe des Vollmondes ein, was im Ergebnis
dann doch zu einer äußerst geringen Flächenhelligkeit führt, was das
Erkennen des Ojektes am Himmel deutlich erschwert. Beobachter fühlen
sich, wenn sie ihn denn identifiziert haben, an einen extrem schwachen
„Rauchring am Himmel“ erinnert.

NGC 7293 ist ca. 650 Lichtjahre von der Erde entfernt.

 

Aufgenommen wurden 21 Bilder zu je 180 sec. und 8 Bilder zu je 240 sec. bei ISO 200.

Gesamtbelichtungszeit 1,5 Std.

Es wurden außerdem 30 Darks und 50 Flats zur Bildkalibrierung aufgenommen.

Aufnahmeort: heimischer Balkon im Stadtgebiet Kiels.

 

Verwendete Ausrüstung

 

Montierung: SkyWatcher EQ5 Synta

Teleskop: SkyWatcher Newton-Reflektor 130/650 mm PDS

Korrektor: TS Optics Newton Koma Korrektor

Kamera: Canon 700D astromodifiziert

Filter: Hutech IDAS LPS-D1 EOS-Clipfilter

Guiding: Lacerta MGEN Autoguider

Bildbearbeitung: DSS, Fitswork und Gimp

 

Aufgenommen von Stefan Brandt

Medusa-Nebel Abell 21

 

 

 

 

 

Der Medusanebel oder Abell 21 ist ein schönes Beispiel eines
sogenannten Planetarischen Nebels, gelegen am winterlichen Sternhimmel
in den Zwillingen.
Bei ihm handelt es sich um das späte Entwicklungsstadium eines sonnenähnlichen
Sternes am Ende seines „Lebens“, wobei dieser infolge thermonuklearer
Prozesse in seinem Inneren seine äußere Materiehülle in den umgebenden
Raum abgestoßen hat. Der überaus heiße „Reststern“, ein sog. Weißer
Zwerg, regt die abgestoßene Gashülle mit energiereicher UV-Strahlung zum
Eigenleuchten an. Planetarische Nebel haben dabei nichts mit den
Planeten oder Wandelsternen zu tun, bis auf die Tatsache, dass deren
Aussehen im Fernrohr, z.B. Uranus oder Neptun, oft entfernt an diese
Nebelobjekte erinnert (daher der Name). Der Medusanebel ist ca. 1500 Lj.
entfernt. Die Bezeichnung Medusanebel rührt von seiner faserigen
Struktur her, welche an das aus der griechischen Mythologie bekannte
Haupt der Medusa erinnert, bei dessen Anblick jeder Betrachter sofort zu
Stein erstarrt sein soll.

Die Aufnahme ist eine Bildzusammenführung
(Komposit) aus Aufnahmen im alleinigen Licht des ionisierten
Wasserstoffes (H-Alpha) und aus normalen Farb-(RGB) Aufnahmen.

 Aufgenommen wurde 60 x 4 min. H-Alpha mit 12 nm Linienbreiteund 30 x 4 min.normale RGB Bilder.

Gesamtbeichtungszeit 6 Stunden. (4Stunden H-Alpha, 2 Stunden RGB)

10 Darks, 20 Flats und 20 Biasframes wurden zur Bildkalibrierung aufgenommen.

Verwendete Ausrüstung

 

Montierung: SkyWatcher EQ5 Synta

Teleskop: SkyWatcher Newton-Reflektor 130/650 mm PDS

Korrektor: TS Optics Newton Koma Korrektor

Kamera: Canon 700D astromodifiziert

Filter: Astronomik CLS Clipfilter

Guiding: Lacerta MGEN Autoguider

Bildbearbeitung: DSS, Fitswork und Gimp

 

Aufgenommen von Stefan Brandt